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    Ein wichtiger Bestandteil des Pick and Roll ist das Verständnis dafür, wie die gegnerische Verteidigung grundsätzlich rotiert. Die meisten Teams folgen bestimmten Mustern im Umgang mit Screens, auch wenn sie ihre defensive Grundausrichtung situativ anpassen. Eine häufig genutzte Variante ist die sogenannte Low-Drop-Verteidigung.

    Dieser Artikel beleuchtet offensive Lösungen gegen Low-Drop- und High-Drop-Verteidigungen im Pick and Roll. Dabei wird unter anderem das häufig eingesetzte Pick and Pop vorgestellt – eine Variante des Pick and Roll, die sich ebenfalls effektiv gegen beide Defensivformen einsetzen lässt.

    Pick and Roll Offensive gegen die Low Drop Verteidigung

    In einer Low Drop Verteidigung bleibt der verteidigende Big Man weit zurück und schützt primär die Zone sowie den Korb. Ziel ist es, einfache Abschlüsse am Ring zu verhindern und den Ballführer zu Würfen aus der Mitteldistanz oder von außen zu zwingen.

    Abbildung 1. Pick and Roll gegen eine Low Drop Verteidigung. (Grafik erstellt mit Basketball Play Creator App – Easily Draw Plays in the Browser)

    Um gegen eine Low-Drop-Defense im Pick and Roll erfolgreich zu sein, muss die Offensive die von der Verteidigung entstehenden Räume gezielt nutzen. Eine Möglichkeit dafür ist das bereits erwähnte Pick and Pop, eine Variante des Pick and Rolls. Dabei stellt der Center oder Power Forward zunächst einen Block wie beim klassischen Pick and Roll. Anstatt jedoch zum Korb abzurollen, bewegt er sich nach dem Block an die Dreipunktlinie oder in die Mitteldistanz („pop out“). Geht der verteidigende Guard unter dem Block hindurch, entsteht häufig ein Moment, in dem der Center angespielt werden kann und einen offenen Wurf erhält. Verfügt dieser über einen zuverlässigen Distanzwurf und trifft seine Würfe konstant, kann dies die gegnerische Mannschaft dazu zwingen, ihre Verteidigungsstrategie anzupassen. Dadurch können sich wiederum größere Räume in der Zone öffnen.

    Abbildung 2. Schema des Pick and Pop. (Grafik erstellt mit Basketball Play Creator App – Easily Draw Plays in the Browser)

    Ein weiteres wirksames Mittel gegen die Low-Drop-Verteidigung ist der High Screen, also ein sehr hoch gestellter Block. Dadurch entsteht auf Höhe der Dreipunktlinie mehr freier Raum für den Ballführer.

    Ein High Screen eröffnet dabei zwei besonders effektive Optionen gegen die Low Drop: den Drive zum Korb und den Pull-up-Dreier. Beim Drive können Ballführer und Blocksteller durch den höher gesetzten Block mehr Geschwindigkeit aufnehmen und mit mehr Dynamik Richtung Korb angreifen. Obwohl die Low-Drop-Verteidigung darauf ausgelegt ist, diesen 2-gegen-1-Angriff zu verteidigen, wird dies durch das zusätzliche Tempo deutlich erschwert.

    Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den gewonnenen Raum für einen Pull-up-Dreier zu nutzen. Da der Ballführer durch den hohen Screen mehr Platz und Zeit erhält, kann er direkt aus dem Dribbling in seinen Wurf gehen und so die Schwäche der Low-Drop-Verteidigung ausnutzen.

    Abbildung 3. Gegen die Low Drop Verteidigung einen High Screen nutzen. (Grafik erstellt mit Basketball Play Creator App – Easily Draw Plays in the Browser)

    Pick and Roll gegen die High-Drop-Verteidigung

    Um den Raum auf Höhe der Dreipunktlinie besser zu verteidigen und die Schwächen der Low-Drop-Verteidigung zu beheben, wurde die High-Drop Verteidigung entwickelt. Diese Variante schließt die offenen Räume im oberen Bereich des Feldes und schützt gleichzeitig einen der effizientesten Abschlüsse im Basketball – den Korbleger. Dabei folgt sie dem Prinzip „No Man Behind“, bei dem sich stets ein Verteidiger zwischen Ball und Korb befindet. Zudem zwingt die High-Drop-Verteidigung die Offense weiterhin zu einem der ineffizientesten Würfe im Basketball, dem langen Zweipunktewurf.

    Wie jede Verteidigungsstrategie ist jedoch auch die High Drop nicht frei von Schwächen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sie gezielt anzugreifen und ihre Nachteile für die eigene Offensive auszunutzen.

    Abbildung 4. Pick and Roll gegen eine Low Drop Verteidigung. (Grafik erstellt mit Basketball Play Creator App – Easily Draw Plays in the Browser)

    Snake Dribble

    Eine effektive Variante gegen die High-Drop-Verteidigung ist das Snake Dribble. Dabei handelt es sich um eine Pick and Roll-Technik, bei der der Ballführer nach der Nutzung eines Blocks nicht direkt zum Korb oder zur Seitenlinie zieht. Stattdessen kreuzt er vor dem verteidigenden Big Man und dribbelt quer durch die Zone beziehungsweise in den freien Raum. Dadurch schneidet er dem Verteidiger den Weg ab, hält seinen eigenen Verteidiger hinter sich und kontrolliert Tempo sowie Richtung des Angriffs. Diese Bewegung ermöglicht es ihm, die Rotationen und Hilfen der Verteidigung besser zu lesen und passende Entscheidungen zu treffen. So entstehen häufig gute Wurfmöglichkeiten aus der Mitteldistanz, Floater oder Anspiele auf den zum Korb abrollenden Blocksteller. Aufgrund dieser Vorteile stellt das Snake Dribble eine wirksame Möglichkeit dar, die High-Drop-Verteidigung anzugreifen und die entstehenden Räume optimal zu nutzen.

    Abbildung 5. Snake Dribble Schema. (Grafik erstellt mit Basketball Play Creator App – Easily Draw Plays in the Browser)

    Quick Pocket Pass

    Eine weitere Variante gegen die High-Drop-Verteidigung ist der Quick Pocket Pass. Hier wird jetzt der erste Spielzug mit mehr als 2 Spieler vorgestellt. Um die Einführung besser hinzubekommen, wird erst noch die Weak side erklärt. Im Basketball bezeichnet die Weak Side (ballferne Seite) die Seite des Spielfelds, auf der sich der Ball nicht befindet. Das Gegenteil ist die Strong Side (ballnahe Seite), also die Seite, auf der der Ballführer und die aktuelle Aktion stattfinden.

    Bei der High-Drop-Verteidigung positioniert sich der verteidigende Big Man auf der Zugseite des Ballführers und bewegt sich rückwärts, um dessen Weg zum Korb zu kontrollieren. Rückt der Verteidiger dabei jedoch zu weit in Richtung Ballführer, kann sich eine Lücke für den zum Korb abrollenden Blocksteller öffnen. Dieser erhält dadurch die Möglichkeit, den Ball in einer vorteilhaften Position zu fangen und einen einfachen Abschluss am Korb zu erzielen. Viele Defensivsysteme sind jedoch auf diese Situation vorbereitet und nehmen bewusst in Kauf, dass der abrollende Big Man den Ball erhält, anstatt dem Ballführer die Kontrolle über die Aktion zu überlassen. Um den Roll Man zu verteidigen, wird daher häufig ein zusätzlicher Helfer von der Weak side eingesetzt, der sogenannte Tag Defender.

    In dieser Situation ist die Entscheidungsfindung des Ballführers von zentraler Bedeutung. Er muss erkennen, von welcher Position die Hilfe kommt und wie die anschließenden Rotationen der Verteidigung erfolgen. Auf Grundlage dieser Informationen kann er die entstandenen Räume gezielt nutzen und freie Mitspieler finden und den Quick Pocket Pass spielen. Mögliche Optionen sind beispielsweise ein Pass auf den ursprünglich vom Helfer verteidigten Spieler, ein Täuschungspass mit anschließendem Zuspiel auf den Roll Man oder ein Pass auf den Spieler, dessen Verteidiger zur Absicherung der Hilfe rotieren musste. Durch das frühzeitige Erkennen dieser Rotationen kann die High-Drop-Verteidigung effektiv bespielt werden.

    Abbildung 6 Schema des Quick Pocket Pass. (Grafik erstellt mit Basketball Play Creator App – Easily Draw Plays in the Browser)

    Pick and Pop gegen High-Drop-Verteidigung

    Das Pick and Pop wurde bereits im Zusammenhang mit der Low-Drop-Verteidigung beschrieben. Grundsätzlich kann diese Aktion auch gegen eine High-Drop-Verteidigung eingesetzt werden. Während das grundlegende Prinzip unverändert bleibt, wird das Pick and Pop in dieser Situation häufig eher als taktisches Mittel zur Täuschung genutzt. Aufgrund der höheren Positionierung des verteidigenden Big Man ergeben sich dabei andere Anforderungen an die Ausführung. Da sich dieser näher am Blocksteller befindet, kann er schneller auf dessen Bewegung nach außen reagieren und einen möglichen Wurf erschweren.

    Aus diesem Grund dient das Pick and Pop gegen eine High-Drop-Verteidigung häufig weniger als direkte Abschlussoption, sondern vielmehr dazu, die Verteidigung zu binden und zu manipulieren. Indem der Ballführer den Eindruck vermittelt, den nach außen ausweichenden Blocksteller anspielen zu wollen, lenkt er die Aufmerksamkeit der Verteidiger auf diese Passoption. Dadurch können freie Räume für den eigenen Zug zum Korb entstehen. Besonders wirkungsvoll ist diese Strategie in Kombination mit dem Snake Dribble, da der Ballführer die Reaktion der Verteidigung ausnutzen und die entstehenden Lücken gezielt attackieren kann. Auf diese Weise lässt sich die High-Drop-Verteidigung unter Druck setzen und die Effektivität des Pick-and-Roll-Spiels steigern.

    Ausblick

    In diesem Artikel wurden ausschließlich die Low-Drop- und die High-Drop-Verteidigung betrachtet. Neben diesen Verteidigungsformen existieren jedoch weitere Pick and Roll-Verteidigungen, wie beispielsweise die Ice Defense, die Weak Defense oder die Hedge Defense. Diese Verteidigungsarten sowie geeignete Lösungen und Angriffsmöglichkeiten aus dem Pick and Roll werden im nächsten Artikel näher erläutert.

    Quelle: The All-In-One Basketball Coaching Suite | The Hoops Geek

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    Nachdem im ersten Artikel die Grundlagen des Pick and Rolls im Mittelpunkt standen, richtet sich der Fokus nun auf die Vorbereitung der Aktion. Denn ein erfolgreiches Pick and Roll beginnt bereits vor dem eigentlichen Block. Aspekte wie Spacing, Timing und die Abstimmung aller Beteiligten sind entscheidend, um die Situation optimal auszuspielen.

    Spacing

    Bei einem Pick and Roll sind nicht nur der Blocksteller und der Ballhandler beteiligt. Auf dem Basketballfeld stehen schließlich noch drei weitere Spieler. Auch wenn sie nicht direkt in die Aktion eingebunden sind, übernehmen sie eine wichtige Aufgabe. Sie sorgen für das notwendige Spacing und schaffen dadurch Raum für das Pick and Roll.

    Ein Beispiel dafür ist das sogenannte „5-Out“. Dabei stehen alle fünf Spieler außerhalb der Dreipunktlinie. Dadurch bleibt die Zone frei und es entsteht mehr Platz für Drives, Cuts oder Abschlüsse am Korb. Gleichzeitig wird die Verteidigung vor eine schwierige Entscheidung gestellt. Entweder verteidigt sie eng an der Dreierlinie oder sie hilft am Korb aus. Dadurch entsteht oft irgendwo auf dem Feld ein freier Spieler.

    Abbildung 1. Pick and Roll mit einer „5-Out“ Aufstellung. (Grafik erstellt mit Basketball Play Creator App – Easily Draw Plays in the Browser)

    Ein weiteres Beispiel ist die sogenannte „4-Out-1-In“-Aufstellung. Wie der Name schon sagt, befindet sich dabei ein Spieler in der Zone, während die anderen vier außerhalb der Dreipunktlinie stehen. Der Spieler in der Zone kann für zusätzliche Optionen genutzt werden, zum Beispiel um Blöcke zu stellen oder als Anspielstation in Korbnähe zu dienen.

    In Zukunft werde ich noch auf weitere Pick-and-Roll-Varianten eingehen, bei denen mehrere Spieler beteiligt sind. Zunächst ist jedoch wichtig zu verstehen, dass die drei weiteren Spieler vor allem für das Spacing abseits des Balles verantwortlich sind und dadurch Räume sowie Lücken in der Verteidigung schaffen können.

    Timing und der richtige Block

    Neben dem Spacing spielt auch das Timing im Pick and Roll eine entscheidende Rolle. Der Spielzug sollte erst gestartet werden, wenn die offensive Grundaufstellung steht und der Ablauf vorbereitet ist. Für den Ballhandler ist es wichtig, nicht zu früh in die Aktion zu gehen. Erst wenn der Block stabil gesetzt ist, sollte er ihn nutzen. So wird vermieden, dass der Screener ein Offensivfoul begeht oder der Verteidiger leicht am Screen vorbeikommt.

    Ebenso entscheidend ist der Winkel des Screens. Besonders effektiv ist ein etwa 45-Grad-Winkel, bei dem der Rücken des Screeners in Richtung Seitenlinie oder Ecke zeigt. Diese Ausrichtung hat sich vor allem beim On-Ball-Screen bewährt. Ein 90-Grad-Winkel ist oft problematisch, da der Verteidiger relativ leicht unter dem Block hindurchgehen und schnell wieder in die Verteidigung des Ballhandlers zurückkehren kann. Der Screen verliert dadurch an Wirkung. Ein 0-Grad-Winkel ist ebenfalls ungünstig, da der Block zu weit hinter dem Verteidiger liegt. In diesem Fall kann der Verteidiger problemlos über den Screen gehen.

    Der 45-Grad-Winkel stellt einen sinnvollen Mittelweg dar. Er ist so ausgerichtet, dass er der natürlichen Angriffsrichtung des Ballhandlers entspricht. Dadurch wird es für den Verteidiger deutlich schwieriger, weder über noch unter dem Block effektiv zu verteidigen. Grundsätzlich sollte der Screener seinen Körper so positionieren, dass sein Rücken in die Richtung zeigt, in die der Ballhandler mit seinem ersten Schritt angreifen möchte. Genau deshalb ist dieser Winkel im Pick and Roll besonders wirkungsvoll, da er die Bewegung des Angreifers unterstützt und der Verteidigung keine einfache Lösung lässt.

    Abbildung 2. Die verschiedenen Winkel des Blockstellens. (Grafik erstellt mit Basketball Play Creator App – Easily Draw Plays in the Browser)

    Vorbereitung und Ausführung des Pick and Rolls.

    Bevor dem Aufbauspieler ein Block gestellt wird und somit das Pick and Roll startet, passiert schon einiges. Für den Ballhandleer gilt es bereits etwas Abstand zum Verteidger zu gewinnen, bevor das Pick and Roll startet. Denn so kann verhindert werden das der leicht unter oder über den Block kommen kann, wodurch der Vorteil der Aktion verloren geht. Deshalb ist es wichtig, den Verteidiger konstant unter Druck zu setzen und unberechenbar zu bleiben. Gute Verteidiger nutzen sonst genau solche Momente, um den Ball zu attackieren oder den Angriff früh zu stören.

    Ein zentraler Aspekt dabei ist die Täuschung. Der Verteidiger soll nicht erkennen können, welche Aktion als Nächstes folgt. Eine Möglichkeit dafür ist die Triple-Threat-Position. Sie wird so genannt, weil der Spieler in dieser Haltung jederzeit werfen, passen oder dribbeln kann. Diese Position ist aus dem Stand heraus, wenn der Spieler den Ball in der Hand hat. Durch kleine Bewegungen oder einen Schritt in Richtung Verteidiger lässt sich dabei zusätzlicher Raum schaffen.

    Sollte der Spieler jedoch bereits dribbeln, helfen Richtungswechsel, Tempowechsel oder kleine Finten, um den Verteidiger in die Irre zu führen. Ziel ist es, ihn vom kommenden Screen wegzulenken oder ihn so zu binden, dass er später im Block hängen bleibt. Auch Blick- und Passfinten sind sehr wirkungsvoll, da Verteidiger auf Augen und Körpersprache reagieren können. Es können also schon kleine Täuschungen ausreichen, um den entscheidenden Raum zu erzeugen.

    Abstand zwischen Screener und seinem Verteidiger schaffen

    Nicht nur der Ballhandler, sondern auch der Spieler, der den Block stellt, muss sich versuchen, von seinem Gegenspieler zu lösen. Wenn sein Verteidiger direkt an ihm klebt, kann der Screen nicht sauber oder zu spät gesetzt werden. Dafür werden häufig Bewegungen ohne Ball genutzt, um kurz Abstand zu gewinnen oder den Verteidiger zu verzögern. Wichtig ist, dass der Screener nicht immer gleich agiert, da er sonst leicht zu lesen ist. Variabilität in Bewegung, Blickrichtung und Timing macht ihn schwerer zu verteidigen.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Timing. Der Screener sollte nicht dauerhaft „bereitstehen“, sondern im richtigen Moment mit einem plötzlichen Antritt in die Screen-Position kommen. Ein Wechsel zwischen Ruhe und explosivem Antritt ist dabei besonders effektiv, weil Verteidiger oft genau in solchen Momenten kurz unaufmerksam werden.

    Zusätzlich kann der Screener durch einen vorherigen Off-Ball-Screen (bei dem er selbst erst frei wird) besser in Position gebracht werden. Diese sogenannte „Vorblock“-Aktion hilft besonders gegen aggressive Verteidigungsformen, bei denen viel Druck auf den Ballhandler ausgeübt wird.

    Ausblick

    Nachdem in diesem Artikel die Vorbereitung des Pick and Rolls behandelt wurde, geht es im nächsten Artikel um verschiedene Möglichkeiten gegen eine Low- und High-Drop-Verteidigung. Dabei werden unterschiedliche Lösungsansätze vorgestellt, darunter auch das Pick and Pop – eine Variante des Pick and Rolls, bei der der Blocksteller nach dem Screen nicht zum Korb abrollt, sondern sich für einen Wurf nach außen bewegt.

    Quelle: The All-In-One Basketball Coaching Suite | The Hoops Geek

  • Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Der erste Taktik-Blogeintrag beschäftigt sich mit dem Pick-and-Roll. Das Pick-and-Roll ist einer der ältesten und grundlegendsten Spielzüge im Basketball. Dabei gibt es viele verschiedene Varianten, auf die ich im Laufe der Zeit noch genauer eingehen möchte. In diesem Artikel soll es zunächst um die Basics gehen.

    Was ist eigentlich Pick-and-Roll?

    Der Spielzug besteht aus einem offensiven Spieler mit Ball, der von einem Mitspieler einen Block gestellt bekommt (Pick). Anschließend bewegt sich der blockstellende Spieler Richtung Korb (Roll), um entweder den Ball zu erhalten oder Platz für den ballführenden Spieler zu schaffen.

    Das Pick-and-Roll gehört zu den am häufigsten verwendeten Spielzügen im Basketball und kann in vielen unterschiedlichen Varianten gespielt werden. Um zunächst ein Grundverständnis zu schaffen, wird hier das klassische 1-5 Pick-and-Roll erklärt. Die „1“ steht dabei für den Point Guard und die „5“ für den Center – also ein Zusammenspiel zwischen dem ballführenden Aufbauspieler und dem Center.

    Der Aufbauspieler dribbelt den Ball auf Höhe der Dreierlinie (Top oft the key). Anschließend kommt der Center aus der Zone nach oben gelaufen und stellt einen Block gegen den Verteidiger des Aufbauspielers. Wichtig ist dabei, dass der blockstellende Spieler beim Kontakt stehen bleibt, um keinen bewegten Block zu verursachen und dadurch ein Foul zu riskieren.

    Der Verteidiger des Centers muss ebenfalls weit nach oben an die Dreierlinie zum Verteidigen. Andernfalls würde eine 2-gegen-1-Situation entstehen, die der Angriff leicht ausnutzen könnte. So zieht man den Verteidigen Center auch aus der Zone raus.

    Abbildung 1. Start der 1-5 Pick and Rolls ( Grafik wurde erstellt mit The Hoops Geek – Basketball Coaching App)

    Der Blocksteller fungiert dabei als Barriere, die es dem Ballführer ermöglicht, sich von seinem Verteidiger zu lösen und einen Vorteil zu verschaffen. Anschließend rollt der blockstellende Spieler zum Korb ab, um dort als Anspielstation für den Aufbauspieler bereit zu stehen.

    Abbildung 2. Der Block vom Center wurde gestellt und kann jetzt Richtung Korb abrollen (Plays | The Hoops Geek)

    Die Aufgaben der beiden Spieler

    Der Blocksteller hat beim Pick-and-Roll die Aufgabe, dem Ballführer durch einen gut gesetzten Block mehr Raum und Zeit zu verschaffen. Dafür positioniert er sich so, dass der Verteidiger nicht direkt am Ballführer dranbleiben kann. Wichtig ist dabei vor allem ein stabiler Stand, wie oben beschrieben, denn bewegt sich der Blocksteller beim Kontakt, wird schnell ein Offensivfoul gepfiffen.

    Sobald der Block gesetzt wurde, löst sich der Blocksteller Richtung Korb. Dieses „Abrollen“ sorgt dafür, dass er anspielbar wird und die Verteidigung vor neue Probleme stellt. Muss die Defense den Weg zum Korb absichern, entstehen oft freie Räume für andere Spieler oder für den Ballführer selbst. Entscheidend ist hierbei vor allem das Zusammenspiel zwischen beiden Spielern und das richtige Timing.

    Der Ballführer muss den Block möglichst eng nutzen, um seinen Verteidiger effektiv abzuschütteln. Je näher er am Block vorbeidribbelt, desto schwerer wird es für die Verteidigung, wieder vor den Angreifer zu kommen. Dadurch entsteht häufig ein kurzer Vorteil, den der Angriff direkt nutzen kann.

    Nach dem Block muss der Ballführer schnell reagieren und die Situation lesen. Je nachdem, wie die Verteidigung verteidigt, kann er selbst zum Korb ziehen, den Wurf nehmen oder den zum Korb rollenden Mitspieler anspielen. Genau diese vielen Möglichkeiten machen das Pick-and-Roll so gefährlich und zu einem der wichtigsten Spielzüge im modernen Basketball.

    Ausblick

    Das Pick-and-Roll bietet zahlreiche Möglichkeiten, eine Offensive einzuleiten, und zählt deshalb zu den vielseitigsten Spielzügen im Basketball. Dabei gibt es viele verschiedene Varianten, wie zum Beispiel das Spain Pick-and-Roll, das High Pick-and-Roll oder den Short Roll.

    Darüber hinaus ergeben sich viele weitere taktische Fragen: Welcher Winkel ist für den Block am effektivsten? Welche Aufgaben übernehmen die anderen drei Spieler abseits des Balls? Und wie verteidigt man ein Pick-and-Roll eigentlich richtig?

    Auf diese und weitere Themen möchte ich in den nächsten Wochen genauer eingehen.

    Quelle: The Hoops Geek – We Make Life Easier for Basketball Coaches

  • Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Die Saison der EWE Baskets Oldenburg hatte wirklich alles zu bieten: spektakuläre Gamewinner, einen Geschäftsführerwechsel, bittere Niederlagenserien, beeindruckende Siegesserien, Punkterekord, Pfiffe der eigenen Fans, das TOP FOUR in München und zahlreiche emotionale Höhen und Tiefen. Kaum eine Phase der Spielzeit verlief ruhig oder vorhersehbar

    Alter Bekannter an der Seitenline

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am 22.05.2025 lautete die Überschrift der News der EWE Baskets Oldenburg: „EWE Baskets setzen auf neues starkes Trainer-Ensemble“. Damit präsentierten die Oldenburger ihr neues Trainergespann rund um den ehemaligen Meistertrainer Predrag Krunić und das aufstrebende Trainertalent Lazar Spasić. Als zweiter Assistant Coach blieb weiterhin Franjo Borchers den EWE Baskets erhalten.

    Diese Mitteilung sorgte bei den Fans für großen Diskussionsbedarf. Die Verpflichtung von Predrag Krunić wirkte auf viele eher so, als hätte kein anderer Trainer Interesse an dem Job gehabt. Gleichzeitig fragten sich zahlreiche Fans, warum man nicht direkt Lazar Spasić zum Headcoach gemacht hatte, schließlich konnte er in der Vergangenheit bereits einige Erfolge vorweisen. Zunächst hieß es jedoch abwarten – vor allem mit Blick auf den Kader, denn mit Seth Hinrichs stand zu diesem Zeitpunkt nur ein Spieler für die Saison 2025/26 unter Vertrag.

    Je länger die Offseason dauerte, desto größer wurde allerdings die Vorfreude bei den Fans. Die Baskets konnten einige starke Spieler an die Hunte lotsen. Besonders die Verpflichtung von Nicho Tischler sorgte für Aufmerksamkeit, da er trotz laufenden Vertrags in Chemnitz nach Oldenburg wechselte. Auch Spieler wie Brian Fobbs, Chris Clemons und Filip Stanic lösten bei den Fans Euphorie aus.

    Doch nicht nur auf dem Spielermarkt waren die Baskets aktiv: Mit Christian Andresen verpflichteten die Oldenburger außerdem einen neuen Geschäftsführer.

    Vorbereitung und Saisonstart lief nicht wie gewollt

    Die Testspiele verliefen anschließend wieder eher ernüchternd. Zwar konnten die Baskets das ein oder andere Spiel gewinnen, wirklich überzeugen konnte die Mannschaft die Fans jedoch nicht. Immer wieder wurde kritisiert, dass das Team zu abhängig vom Dreipunktwurf sei und man auf diese Weise langfristig nur schwer Spiele gewinnen könne. Zu allem Überfluss verletzte sich dann auch noch Dakarai Tucker, der mit großen Erwartungen als sogenannter „3-and-D“-Spieler nach Oldenburg gekommen war.

    Vor dem Saisonstart wurde schließlich das Ziel der direkten Playoff-Teilnahme ausgegeben. Entsprechend gespannt blickten die Fans auf das erste Pflichtspiel gegen die Eisbären Bremerhaven in der ÖVB Arena im BBL-Pokal. Die Partie gewannen die Oldenburger deutlich mit 97:75 – eigentlich ein Ergebnis, das für ein positives Gefühl vor dem Start in die BBL-Saison hätte sorgen sollen. Doch bereits in diesem Spiel wurde sichtbar, dass die Baskets vor allem defensiv noch einige Probleme hatten. Durch das aggressive Hedging der Oldenburger kamen die Bremerhavener immer wieder zu einfachen Punkten. Gewonnen wurde das Spiel letztlich über die Offensive. Vor allem Chris Clemons zeigte erstmals seine offensive Klasse und erzielte 23 Punkte bei einer Dreierquote von 60 Prozent.

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    Kurz darauf stand das BBL-Debüt der neu zusammengestellten Mannschaft an. Vor 6.200 Zuschauern – ausgestattet mit gelben T-Shirts von der EWE – ging es in eigener Halle gegen die Skyliners Frankfurt. Das erste Viertel verlief fulminant: Die Oldenburger gewannen den Abschnitt mit 22:9 und zwangen Frankfurt allein im ersten Viertel zu sieben Ballverlusten. Doch die Euphorie hielt nicht lange an. Die Skyliners stellten sich schnell auf das Oldenburger Spiel ein und gewannen am Ende deutlich mit 89:75. Viele Fans dürften die Halle an diesem Abend mit gemischten Gefühlen verlassen haben.

    Fans pfeifen die eigene Mannschaft aus

    Anschließend folgten zwei weitere Niederlagen gegen Ratiopharm Ulm und Telekom Baskets Bonn, bevor es zum Duell mit dem Aufsteiger Jena kam. Ein Spiel, das die Oldenburger Spieler wohl nicht so schnell vergessen werden. Bereits zur Halbzeit lagen die Baskets mit 31:58 zurück, woraufhin es erstmals in der Saison Pfiffe von den eigenen Fans gab. Dem Oldenburger Publikum war deutlich anzumerken, wie groß die Unzufriedenheit zu diesem Zeitpunkt bereits geworden war.

    Eine Woche später, am 18. Oktober, hatten die EWE Baskets Oldenburg dann im Achtelfinale des BBL-Pokals die Chance zu zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Überraschend gelang ein Sieg gegen Würzburg Baskets, die zu diesem Zeitpunkt weit oben in der Tabelle standen. Es war kein schönes Spiel – auf beiden Seiten reihten sich Fehlwürfe aneinander – doch am Ende setzten sich die Oldenburger knapp mit 61:60 durch und lösten damit das Ticket für das Viertelfinale. Die anschließende Auslosung ergab für viele Fans ein perfektes Los: das Derby gegen Rasta Vechta.

    Im nächsten Ligaspiel folgte erneut ein Heimspiel – und eines, das Spielern wie Fans wohl noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Chris Clemons gelang es, unglaubliche 52 Punkte in einer Partie zu erzielen und damit den Oldenburger Punkterekord von Tyron McCoy einzustellen. Besonders beeindruckend war dabei seine Wurfquote: Clemons traf 9 seiner 11 Dreipunktewürfe sowie 18 seiner 25 Würfe aus dem Feld.

    War das jetzt die Wende?

    War das endlich die Befreiungsschlag, auf den die Fans gewartet hatten? Sollte die Saison nun richtig ins Rollen kommen? Die Antwort lautete zunächst: noch nicht. Direkt im Anschluss setzte es wieder zwei Niederlagen in der Liga. Gegen die Rostock Seawolves wurden die Oldenburger regelrecht auseinandergenommen, und auch bei den MHP Riesen Ludwigsburg gab es trotz eines eher schwachen Gegners nichts zu holen.

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    Und so war es erneut der Pokal, der bei den EWE Baskets Oldenburg für Furore sorgte. Im Derby bei Rasta Vechta entwickelte sich ein heiß umkämpftes Spiel bis in die Schlusssekunden. Schließlich war es wieder Chris Clemons, der mit einem Gamewinner von der Dreierlinie den Sieg für die Oldenburger sicherte und das Team damit zum Top Four nach München schickte. Besonders bei Predrag Krunić war nach der Schlusssirene deutlich zu erkennen, wie viel Erleichterung von ihm abfiel. Möglicherweise ging es zu diesem Zeitpunkt bereits um seinen Job. Die große Frage lautete daher erneut: War das endlich die Wende der Saison?

    Auch diese Frage ließ sich schnell beantworten – nein. Es folgten direkt die nächsten beiden Niederlagen, diesmal gegen Bamberg Baskets und erneut gegen die Würzburg Baskets. Dabei zeigte sich immer wieder das gleiche Muster: Eine Halbzeit lang konnten die Oldenburger meist mithalten, doch sobald die Gegner ihre Defensive anpassten und die Intensität erhöhten, brach das Spiel der Baskets häufig auseinander und die Niederlagen wurden am Ende deutlich. So standen Donnervögel auf dem letzten Platz mit nur einem Sieg aus 9 Spielen.

    Damit war die Trennung von Predrag Krunić letztlich nicht mehr abzuwenden. Die Gesellschafter – und nicht etwa Sportdirektor und Geschäftsführer Serdjan Klarić – entschieden sich dazu, getrennte Wege zu gehen. Am 07.12.2025, zwei Tage nach der Niederlage in Würzburg, wurde Lazar Spasić schließlich zum neuen Headcoach ernannt. Gleichzeitig rückte Franjo Borchers zum ersten Assistant Coach auf.

    Neuer Trainer, neue Euphorie

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    Das erste Spiel unter dem neuen Headcoach Lazar Spasić hatte es direkt in sich: Es ging gegen den deutschen Meister FC Bayern München Basketball. Zwar verloren die Oldenburger die Partie knapp, doch die Mannschaft wirkte deutlich besser eingestellt als noch in den Wochen zuvor.

    Genau dieser Eindruck sollte sich anschließend bestätigen. Die EWE Baskets Oldenburg starteten unter Spasić eine beeindruckende Serie von fünf Siegen in Folge. Vor allem die ersten drei Erfolge waren äußerst dominant: zunächst ein klarer Sieg in Braunschweig, anschließend ein deutlicher Erfolg in Hamburg und danach ein überzeugender Derby-Sieg in Vechta.

    Hinzu kam ein echter Achtungserfolg gegen Alba Berlin, das die Oldenburger Anfang des Jahres mit 73:70 besiegten – erneut entschieden durch einen Gamewinner-Dreier von Chris Clemons. Die Stimmung rund um das Team wurde immer positiver. Spieler wie Nicho Tischler und Brian Fobbs betonten mehrfach, dass Spasić klare Rollen verteilt, intensive Gespräche mit den Spielern geführt und vor allem die Verteidigung verändert habe. Statt des aggressiven Hedgings setzte Oldenburg nun häufiger auf eine flachere Defensive. Auch offensiv lief der Ball deutlich besser, mehr Spieler wurden eingebunden und zusätzlich etablierte sich ein funktionierendes Post-up-Spiel.

    Zwar folgte zwischenzeitlich eine überraschende Niederlage gegen den Tabellenletzten MLP Academics Heidelberg, doch direkt danach gelangen wieder drei starke und deutliche Siege gegen den Syntainics MBC, Niners Chemnitz und erneut gegen die MHP Riesen Ludwigsburg.

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    Dabei geriet fast in den Hintergrund, dass am 22. Januar der Vertrag mit Geschäftsführer Christian Andresen aufgelöst wurde. Seine Aufgaben übernahm anschließend Daniel Pleines.

    Das TOP FOUR in München und der Beginn einer neuen Schwächephase

    Alles deutete plötzlich darauf hin, dass die Oldenburger beim TOP FOUR am 21. und 22. Februar in München sogar Chancen auf den Pokalsieg haben könnten. So stark präsentierte sich das Team in den Wochen zuvor. Doch unmittelbar vor dem Turnier begannen die Probleme: Bereits am Mittwoch vor dem Top Four mussten mehrere Spieler verletzungsbedingt pausieren, und auch im Halbfinale gegen Alba Berlin wirkten einige Akteure nicht vollständig fit.

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    Am Ende unterlagen die Oldenburger Berlin deutlich mit 78:98 und hatten dabei nie wirklich die Chance auf den Sieg. Enttäuscht ging es anschließend in die Länderspielpause.

    Während dieser Pause fand ein Dauerkarten-Fantalk statt, bei dem Daniel Pleines und Lazar Spasić zu Gast waren. Dort drehte sich vieles bereits um die kommende Saison. Der junge serbische Coach hatte sich innerhalb kürzester Zeit in die Herzen der Oldenburger Fans gecoacht, weshalb sich viele die Frage stellten, ob er auch in der nächsten Saison an der Hunte bleiben würde. Zahlreiche Aussagen deuteten klar darauf hin, dass Spasić langfristig etwas aufbauen wolle und die Kaderplanung für die kommende Spielzeit bereits in vollem Gange sei. Entsprechend verließen viele Fans das CORE damals mit einem äußerst positiven Gefühl.

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    Nach der Länderspielpause gerieten die EWE Baskets Oldenburg allerdings erneut in eine Schwächephase und konnten nur drei der folgenden sieben Spiele gewinnen. Darunter waren auch deutliche Heimniederlagen gegen Rasta Vechta und die Veolia Towers Hamburg. In der Arena wurden daraufhin wieder vermehrt Pfiffe laut, denn phasenweise wirkte es so, als würde es der Mannschaft vor allem an Energie und Intensität fehlen. Gleichzeitig kam erneut die Diskussion auf, ob Lazar Spasić wirklich der richtige Trainer für die Zukunft sei – oder ob der Aufschwung zuvor lediglich auf einen besonders langen Trainereffekt zurückzuführen gewesen war.

    Erneut wichtiger Dreier von Clemons leitet erfolgreiche Phase ein

    Wieder einmal war es Chris Clemons, der in der Crunchtime Verantwortung übernahm. Ein wichtiger Dreipunktewurf kurz vor Schluss brachte den Oldenburgern einen Auswärtssieg bei Alba Berlin und leitete gleichzeitig eine kleine Erfolgsserie vor dem letzten Doppelspieltagswochenende der Saison ein.

    In den darauffolgenden Partien mussten sich die Oldenburger lediglich dem amtierenden Pokalsieger Bamberg Baskets geschlagen geben. Gegen die Rostock Seawolves und die MLP Academics Heidelberg gelangen dagegen wichtige Siege.

    Damit arbeiteten sich die Oldenburger immer näher an die Play-Ins heran. Die Hoffnung auf eine Playoff-Teilnahme lebte plötzlich wieder – etwas, das in Oldenburg früher beinahe selbstverständlich gewesen war. In den vergangenen Jahren waren die Playoffs zwar regelmäßig als Saisonziel ausgegeben worden, am Ende jedoch meist außer Reichweite geblieben. Doch diesmal schien die Chance tatsächlich wieder greifbar zu sein.

    Spasić wohl nicht mehr Trainer in der neuen Saison – und das Verpassen der Play-Ins

    Doch das letzte Spieltagswochenende hatte es noch einmal in sich. Die EWE Baskets Oldenburg trafen zunächst auf die bereits abgestiegenen Braunschweiger. Dabei fehlte den Oldenburgern über weite Strecken jegliche Energie. Den Spielern war kaum anzumerken, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Die Partie plätscherte lange Zeit vor sich hin, doch am Ende reichte es dennoch zu einem Sieg. Damit hatten sich die Oldenburger eine Ausgangslage geschaffen, in der die Teilnahme an den Play-Ins weiterhin möglich war. Dafür musste allerdings ein Erfolg gegen den bereits feststehenden Hauptrundensieger FC Bayern München Basketball her.

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    Noch vor dem entscheidenden Spiel gegen München folgte dann jedoch der große Schock für viele Fans: Rupert Fabig berichtete im Hamburger Abendblatt, dass Lazar Spasić in der kommenden Saison wohl nicht mehr Trainer der Oldenburger sein werde. Offenbar ziehe es den jungen Serben ins Ausland.

    Bereits vor dem letzten Spieltag machte sich dadurch große Enttäuschung rund um den Verein breit. Viele Fans hatten gehofft, dass Spasić in Oldenburg langfristig etwas aufbauen würde. Die Hoffnung war groß gewesen, mit ihm endlich wieder das oft formulierte Ziel der Playoff-Teilnahme zu erreichen und den Verein nachhaltig zurück in die Erfolgsspur zu führen.

    In München folgte schließlich ein weiterer enttäuschender Auftritt der EWE Baskets Oldenburg, bei dem der Mannschaft über weite Strecken erneut die nötige Energie fehlte. Besonders der Start in die Partie vermittelte den Eindruck, dass der unbedingte Wille, dieses Spiel gewinnen zu wollen, nicht bei allen Spielern vorhanden war – und das, obwohl die Münchener auf mehrere Leistungsträger verzichteten, darunter sogar Saison-MVP Andreas Obst.

    Am Ende verloren die Oldenburger die Partie, verpassten damit die Play-Ins und die Saison fand schließlich ein enttäuschendes Ende.

    Kehrt nächste Saison endlich Ruhe ein?

    Eines lässt sich in jedem Fall festhalten: Langweilig wurde es in den vergangenen Jahren bei den EWE Baskets Oldenburg definitiv nicht. Mit dem nächsten Neustart würde der Verein bereits mit dem siebten Trainer innerhalb von nur fünf Spielzeiten in eine neue Saison gehen – eine enorme Fluktuation für einen Klub, der einst vor allem für Kontinuität und klare Strukturen stand.

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    Viele Fans wünschen sich deshalb inzwischen vor allem eines: etwas Ruhe am Standort Oldenburg. Nach Jahren voller Trainerwechsel, sportlicher Schwankungen und ständiger Neuanfänge sehnen sich viele Anhänger danach, dass der Verein wieder langfristig an einer klaren Vision und einer nachhaltigen sportlichen Ausrichtung arbeiten kann.

    Doch bevor diese Ruhe einkehren kann, steht zunächst einmal eine spannende Offseason bevor. Die wohl größte Frage dabei lautet: Wer wird neuer Trainer in Oldenburg? Entscheiden sich die Verantwortlichen erneut für einen jungen, aufstrebenden Coach – ähnlich wie zuletzt bei Lazar Spasić – oder setzt man wieder auf einen erfahrenen und bekannten Namen aus der Basketball Bundesliga?

    Fragen über Fragen, auf die die Fans am liebsten schon jetzt Antworten hätten.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Beim Tip-off in der großen EWE Arena war bereits klar, dass es für Braunschweig um nichts mehr gehen würde. Schon am Donnerstagabend hatten die Jenaer mit ihrem Sieg gegen Heidelberg den Abstieg der Braunschweiger besiegelt. Dadurch konnte die Mannschaft von Ramon Diaz Sanchez befreit aufspielen und zeigte eindrucksvoll, welche Qualität weiterhin im Kader steckt. Besonders auf den großen Positionen machten David NGuessan und Oluwasimisola Shittu deutlich, dass sie auch künftig in der BBL spielen wollen — und können. Beide stellten die Oldenburger Defensive immer wieder vor große Probleme. Am Ende erzielte Braunschweig starke 46 Punkte in der Zone.

    Die Partie blieb lange spannend und war erst kurz vor Schluss entschieden. Die Oldenburger wirkten über weite Strecken so, als hätten sie den Sieg bereits eingeplant, und zeigten insgesamt zu wenig Energie. Zeitweise hatte man das Gefühl, das Spiel plätschere einfach vor sich hin.

    Bezeichnend war daher, dass Brian Fobbs mit zwei Dreiern in der Schlussphase schließlich den entscheidenden Abstand herstellte und die Oldenburger am Ende einen 93:84-Erfolg einfuhren.

    Viel mehr gibt es zu diesem Spiel eigentlich gar nicht zu sagen, denn schon am Sonntag wartet die nächste Aufgabe in München. Ein Spiel, das die Oldenburger unbedingt gewinnen sollten, um ihre Chancen auf die Play-Ins zu wahren. Durch den Sieg gegen Braunschweig kletterte das Team nämlich tatsächlich auf Platz neun. Aktuell stehen gleich fünf Mannschaften bei 16 Siegen, und in diesem direkten Vergleich liegen die Oldenburger momentan auf Rang zwei. Mit einem Erfolg in München könnten die Play-Ins also fix gemacht werden. Eine Niederlage in der bayrischen Landeshauptstadt würde die Ausgangslage dagegen deutlich komplizierter machen. Für die Oldenburger steht somit ein enorm spannender Sonntag bevor.

    Für die Münchner hingegen dürfte der Sonntagnachmittag deutlich entspannter werden. Die Playoffs sind bereits seit einiger Zeit sicher, und auch Platz eins ist dem FC Bayern München Basketball nicht mehr zu nehmen. Entsprechend hat die Partie sportlich nur noch wenig Bedeutung. Umso spannender wird die Frage sein, wer überhaupt aufläuft: Werden die Stars geschont oder setzt Bayern bewusst auf seine Topspieler, um den Rhythmus für den bevorstehenden Playoffstart hochzuhalten?

    Key to win

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    • Energie
    • Center
    • Alles geben

    Am Sonntag müssen die Oldenburger die Energie aufs Parkett bringen, die ihnen gegen Braunschweig über weite Strecken noch gefehlt hat. Von Beginn an sollte das Team zeigen, dass die Saison für sie noch lange nicht vorbei ist, und alles dafür investieren, sich eine perfekte Ausgangslage im Kampf um die Play-Ins zu verschaffen.

    Gerade auf den Center-Positionen und im Kampf um die Rebounds wird es darauf ankommen, mit viel Physis und Intensität aufzutreten. Die Oldenburger müssen bereit sein, jeden Ball zu attackieren und dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken.

    Jetzt gilt es, zum Ende der Hauptrunde noch einmal alles herauszuholen und deutlich zu machen, dass man sich unbedingt für die Play-Ins qualifizieren will.

    Ausblick

    Es gibt zahlreiche Szenarien, die sich erst gegen 18:30 Uhr am Sonntag endgültig klären werden. Aktuell ist kaum vorherzusehen, ob die Saison für die Oldenburger dann bereits beendet ist, ob es in den Play-Ins um Platz sieben geht oder ob man sich sogar noch ein Heimspiel sichern kann.

    Bis dahin bleibt also nur das Fachsimpeln darüber, wer wie spielen muss und welche Ergebnisse am Ende entscheidend sein könnten. Spätestens um 18:30 Uhr am Sonntag wissen wir dann mehr.

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    Am 33. und damit vorletzten Spieltag haben die Oldenburger gute Chancen, sich eine gute Ausgangsposition im Kampf um die Play-ins zu verschaffen. Mit einem Sieg wäre am letzten Spieltag noch alles möglich.

    Ausgangslage

    Doch ganz einfach wird es nicht, denn für die Oldenburger geht es gegen Braunschweig – und für die Niedersachsen steht aktuell (07.05.2026, 19:00 Uhr) alles auf dem Spiel. Der genaue Stand hängt dabei vom heutigen Spiel zwischen Jena und Heidelberg ab. Sollte Jena am Abend gewinnen, wäre Braunschweig abgestiegen. Sollte das nicht der Fall sein, gilt es für die Braunschweiger, sich für den letzten Spieltag in eine möglichst gute Ausgangsposition zu bringen und vielleicht doch noch das Unmögliche zu schaffen, nämlich den fast schon besiegelten Abstieg zu verhindern.

    Die Oldenburger wissen also erst gegen ca. 22:00 Uhr genau, worum es für Braunschweig am Freitag gehen wird. Klar ist aber schon jetzt: Mit den Nachverpflichtungen Kaza Kajami-Keane, Bryant Crawford und Oluwasimisola Shittu hat sich das Team deutlich verstärkt. Die drei Neuzugänge sorgten für neuen Schwung, sodass Braunschweig vier der letzten Spiele 10 gewinnen konnte und damit fast die Hälfte seiner gesamten Saisonsiege in diesem Zeitraum holte.

    Oldenburg sollte also gewarnt sein und trifft definitiv auf ein anderes Team als noch kurz vor Weihnachten, als die EWE Baskets Oldenburg einen deutlichen Sieg einfuhren und zugleich den ersten Erfolg unter Lazar Spasić feierten.

    Keys to win

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    • Centerduell
    • Ballmovement
    • Die Fans

    Ein entscheidendes Duell könnte sich auf der Center-Position abspielen. Mit durchschnittlich 8,3 Rebounds pro Spiel zeigt Shittu, wie wichtig er für Braunschweig ist. Somit wartet unter dem Korb eine harte Aufgaben für Filip Stanic und Michale Kyser, die es mit dem sehr physischen Shittu aufnehmen müssen.

    Auch das Ballmovement wird eine wichtige Rolle spielen. Genau dieses schnelle und mannschaftsdienliche Offensivspiel hatte den Oldenburgern den erfolgreichen Start unter Lazar Spasić ermöglicht und war zuletzt wieder deutlich häufiger zu sehen. Gegen Braunschweig wird es entscheidend sein, den Ball gut laufen zu lassen, um zu guten Abschlüssen zu kommen.

    Mit den Fans im Rücken und im letzten Heimspiel der regulären Saison sollten die Baskets noch einmal zeigen, was in der Mannschaft steckt. Und wer weiß – vielleicht gibt es ja sogar noch ein Heimspiel in der Postseason.

    Ausblick

    Alle Oldenburger dürften gespannt darauf schauen, wie das heutige Spiel zwischen Jena und Heidelberg ausgeht und ebenso gespannt sein, mit welcher Ausgangslage Braunschweig anschließend auftreten wird. Doch egal, mit welcher Situation die Braunschweiger nach Oldenburg reisen, ob im Kampf um den Klassenerhalt oder ohne sportlichen Druck: Die EWE Baskets Oldenburg müssen sich auf sich selbst konzentrieren und alles auf dem Parkett lassen.

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    Das Spiel begann für die Oldenburger optimal. Mit viel Energie und mehreren Ballgewinnen erspielten sie sich bereits im ersten Viertel eine 16-Punkte-Führung und entschieden den Abschnitt mit 25 zu 13 klar für sich.

    Anschließend fand Trier jedoch zurück ins Spiel und konnte zu Beginn des zweiten Viertels durch einen Lauf ausgleichen. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Beide Seiten überzeugten mit starkem Shot-Making, insbesondere von der Dreierlinie. Auf Oldenburger Seite glänzten Brian Fobbs und Dakarai Tucker, während bei Trier Behnam Yakhchali immer wieder wichtige Treffer erzielte.

    So blieb die Begegnung bis in die Schlussphase hinein offen. Erst am Ende gelang es den Oldenburgern, sich knapp mit 98 zu 95 durchzusetzen.

    Dieser Sieg war enorm wichtig im Kampf um die Play-Ins. Die Oldenburger bringen sich damit zunehmend in Position, doch noch unter die Top 10 zu kommen und sich zumindest eine Chance auf die Playoffs zu bewahren.

    Zu alter Stärke gefunden

    Das Team hat im Spiel gegen Trier zu seinen alten Stärken zurückgefunden – insbesondere zur starken Dreierquote von 42 %. Dabei ragten Brian Fobbs mit 5 von 7 und Dakarai Tucker mit 4 von 5 Treffern besonders heraus. Auch die Ballbewegung funktionierte wieder deutlich besser, was sich in 20 Assists bei 35 erfolgreichen Field Goals widerspiegelt – ein sehr guter Wert.

    Nico Tischler

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    Ein Spieler stach mit seiner Energie und Physis besonders hervor: Nico Tischler. Mit 21 Punkten wurde er gemeinsam mit Fobbs Topscorer der Oldenburger und steuerte zudem 4 Rebounds, 1 Assist und 1 Steal bei. Seine Leistungen unter Lazar Spasić sind aktuell sehr stark – unter ihm kann Tischler sein volles Potenzial ausschöpfen und sich kontinuierlich weiterentwickeln.

    Ausblick

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    Der Sieg gegen Trier war extrem wichtig, um weiterhin im Rennen um die Play-Ins zu bleiben. Nun gilt es, im letzten Heimspiel der regulären Saison gegen Braunschweig noch einmal nachzulegen und sich eine gute Ausgangsposition für die Play-Ins zu sichern. Die Partie steigt bereits am Freitag um 20 Uhr und verspricht eine gewisse Brisanz – mehr dazu im Vorbericht.

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    Am Samstagabend steht das vorletzte Auswärtsspiel der Regular Season an. Für die Oldenburger geht es nach Trier. Um 20 Uhr erfolgt in der SWT-Arena der Tipp-Off.

    Ausgangslage

    Für die Oldenburger geht es darum, die Saison zu verlängern und sich über die Play-Ins ein weiteres Auswärtsspiel zu sichern. Nach dem deutlichen Sieg gegen Heidelberg und dank Schützenhilfe der Konkurrenz ist eine Teilnahme an den Play-Ins weiterhin möglich. Allerdings müssen dafür mehrere Faktoren zusammenkommen. Auch die direkten Konkurrenten müssen mitspielen.

    Den ersten und wichtigsten Schritt müssen die Oldenburger jedoch selbst machen. Ein Sieg gegen die Gladiators Trier ist Pflicht und gleichzeitig alles andere als einfach.

    Der Aufsteiger spielt eine starke Saison und will diese unbedingt mit der Teilnahme an den Playoffs krönen. Dabei ist nicht nur der Weg über die Play-Ins realistisch. Mit erfolgreichen Ergebnissen in den verbleibenden Spielen können sich die Trierer sogar noch direkt für die Playoffs qualifizieren. Die Motivation dürfte entsprechend hoch sein.

    Zudem werden die Gladiators auf Revanche aus sein. Im Hinspiel mussten sie sich deutlich geschlagen geben, als Chris Clemons mit überragenden 52 Punkten das Spiel dominierte und Oldenburg nahezu im Alleingang zum Sieg führte.

    Keys to win

    • Energie
    • Pace
    • Rebound

    Wie immer gilt es für die Oldenburger, von Beginn an mit Energie ins Spiel zu gehen. Gerade weil die Gladiators Trier die höchste Pace der Liga spielen und auf 80 Angriffe pro 40 Minuten kommen, ist ein wacher Start besonders wichtig.

    Im besten Fall gelingt es den Oldenburgern sogar, selbst das Tempo zu bestimmen und Trier nicht ins Laufen kommen zu lassen. Das wäre ein klarer Vorteil, denn Oldenburg gehört mit einer Pace von 73,5 Angriffen pro 40 Minuten zu den langsameren Teams der Liga.

    Auch beim Rebound ist Aufmerksamkeit gefragt. Zwar bewegen sich die Trierer hier nur im Mittelfeld der Liga, dennoch bringen sie mit Marten Linßen und Maik Zirbes zwei sehr physische Center aufs Feld. Gerade Michale Kyser könnte hier Probleme bekommen, insbesondere beim Ausboxen und unter dem Korb.

    Deshalb dürfte es spannend werden, ob Filip Stanic mehr Spielzeit erhält. Mit seiner Physis bringt er gute Voraussetzungen mit, um gegen die Trierer Big Men dagegenzuhalten.

    Ausblick

    Kein einfaches, aber ein sehr wichtiges Spiel gegen Trier. Können die EWE Baskets noch einmal in Richtung Play-Ins angreifen und sich vor dem letzten Doppelspieltag in eine gute Ausgangsposition bringen?

    Mehr werden wir am Samstagabend gegen 22 Uhr wissen.

  • Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Gegen 22 Uhr feiern die Oldenburger nicht nur einen deutlichen Sieg gegen die abstiegsbedrohten Heidelberger, sondern auch das Profidebüt sowie die ersten BBL-Punkte von Johann Helwig. Dieser ließ sich anschließend bei der Ehrenrunde am längsten feiern – völlig verdient.

    Zu Beginn des Spiels gab es direkt die erste Überraschung. Mit Ralph Hounnou stand ein Spieler in der Starting Five, der in dieser Saison bislang nur wenig Einsatzzeit erhalten hatte. Er brachte von Anfang an die nötige Physis in der Verteidigung aufs Feld, was sich schnell auf das gesamte Team übertrug. Diese aggressive und körperbetonte Defense führte zu mehreren Ballgewinnen und zwang Heidelberg zu zahlreichen Turnovern.

    Die Partie entwickelte sich früh zu einer einseitigen Angelegenheit. Oldenburg ließ den Gästen über die gesamte Spielzeit hinweg kaum Chancen, noch einmal zurückzukommen. So war es schließlich 3:40 Minuten vor Spielende soweit. Johann Helwig feierte unter großem Jubel der Fans sein Profidebüt.

    Nach einem zunächst verworfenen Dreier setzte er sich stark um einen Block herum durch und wurde beim Wurf gefoult. An der Freiwurflinie verwandelte er anschließend sicher seine ersten beiden Punkte in der BBL.

    Am Ende stand ein souveräner 94:74-Erfolg für Oldenburg.

    Defensive

    Es war vor allem die Defensive, die das Spiel von der ersten Minute an in Richtung der Oldenburger lenkte. Mit insgesamt 18 Turnovern auf Seiten der Heidelberger – davon allein 10 direkte Steals der EWE Baskets Oldenburg – zeigte das Team die oft geforderte Physis und Intensität. Besonders hervorzuheben ist dabei Nicho Tischler, der allein drei Steals beisteuerte. Insgesamt ließ Oldenburg lediglich 74 Punkte zu und legte damit den Grundstein für den deutlichen Erfolg.

    Ausblick

    Aktuell stehen die Oldenburger mit 14 Siegen auf dem zwölften Tabellenplatz – punktgleich mit den Teams aus NINERS Chemnitz und ROSTOCK SEAWOLVES. Damit ist ein Platz in den Play-Ins weiterhin in Reichweite. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Oldenburger ihre kommenden Spiele erfolgreich gestalten. Die nächste Aufgabe wartet auswärts bei Gladiators Trier – eine Partie, die sicherlich alles andere als einfach wird.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Die Oldenburger dürften hochmotiviert sein, die deutliche Niederlage gegen Bamberg am vergangenen Wochenende wiedergutzumachen. Dabei geht es gegen den Tabellenvorletzten – Spielbeginn ist um 20 Uhr in der großen EWE Arena.

    Ausgangslage

    Für Oldenburg gilt es nach der erwähnten klaren Pleite, wieder an die zuvor gezeigten positiven Leistungen gegen Rostock und Berlin anzuknüpfen und den Saisonendspurt erfolgreich zu gestalten. Auf dem Papier wartet mit Heidelberg eine vermeintlich leichte Aufgabe: Die Academics stehen auf dem vorletzten Tabellenplatz und haben mit der Sperre von Michael Weathers sowie den Verletzungen von Damariae Horne und dem Ex-Oldenburger Kevin McClain große Probleme auf den Guard-Positionen.

    Doch genau darin könnte die Schwierigkeit dieser Partie liegen. Heidelberg wird mit maximaler Motivation auftreten und alles daransetzen, den Abstieg zu verhindern. Die kurze Rotation könnte sogar dazu führen, dass das Team enger zusammenrückt und noch geschlossener agiert.

    Zudem wollen sich die Heidelberger vor dem wichtigen Spiel gegen Jena in eine gute Ausgangsposition bringen. Aktuell trennen sie nur zwei Siege vom Konkurrenten, mit einem Erfolg könnten sie bis auf ein Spiel heranrücken und im direkten Duell sogar vorbeiziehen. Mehr Motivation braucht es kaum.

    Keys to win

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    • Energie von Anfang an
    • Zug zum Korb
    • Fans im Rücken

    Mit ihrer kurzen Rotation werden die Heidelberger voraussichtlich mit hoher Energie in die Partie starten. Diese Intensität müssen die Oldenburger von Beginn an annehmen und dagegenhalten.

    Ein mögliches Mittel für Oldenburg könnte der konsequente Zug zum Korb sein, um Fouls zu ziehen und die Heidelberger früh in Foulprobleme zu bringen. Gerade bei einer kurzen Rotation würde das die physische Präsenz der Gäste zusätzlich schwächen.

    Außerdem gilt es, die Unterstützung der Fans im Rücken zu nutzen und ihnen zu zeigen, was in der Mannschaft steckt – mit dem Ziel, die letzten beiden Heimspiele der regulären Saison versöhnlich zu gestalten.

    Ausblick

    Eine minimale Play-in-Chance besteht für Oldenburg noch, allerdings müsste dafür alles perfekt zusammenlaufen – inklusive der passenden Ergebnisse der Konkurrenz. Den ersten Schritt müssen die Oldenburger jedoch selbst machen, indem sie das Spiel gegen Heidelberg gewinnen.

    Trotz des Tabellenplatzes der Heidelberger dürfte dies keine leichte Aufgabe werden.