• Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Zum Jahresbeginn wartet direkt ein ganz besonderes Spiel: Es geht gegen Alba Berlin und damit auch gegen einen der prägendsten ehemaligen Oldenburger Spieler, Norris Agbakoko. Am Sonntag um 15 Uhr wird er erstmals in der EWE Arena nicht im Oldenburg-Trikot, sondern im Trikot von Alba Berlin auflaufen. Für viele Fans dürfte es ein emotionales Wiedersehen und ein herzliches Willkommen für den langjährigen Oldenburger Spieler werden.

    Außerdem wird Pedro Calles erstmals als Headcoach nach Oldenburg zurückkehren und auf der Gästebank in der EWE Arena Platz nehmen. Im Kader von Calles dürfte neben Agbakoko ein weiterer ehemaliger Oldenburger stehen: Bennet Hundt, der von 2021 bis 2023 für den Spielaufbau der Baskets verantwortlich war.

    Ausgangslage

    Beide Teams gehen mit Rückenwind in die Partie, denn beide Mannschaften konnten ihre letzten drei Spiele gewinnen. Dennoch trennt sie ein deutlicher Abstand in der Tabelle. Oldenburg steht mit einer Bilanz von 4:9 weiterhin in der unteren Tabellenregion, während Alba Berlin mit 9:4 Siegen punktgleich mit Würzburg den dritten Tabellenplatz belegt.

    Aus den letzten fünf Spielen holten die Berliner drei Siege. Auf überraschende Niederlagen gegen die Hamburg Towers und ratiopharm Ulm folgten drei deutliche und souveräne Erfolge gegen Rostock, Ludwigsburg und Braunschweig. Besonders beeindruckend war dabei der Sieg gegen Ludwigsburg, denn hier ließen die Berliner nur 47 Punkten zu.

    In Oldenburg blickt man seit dem Trainerwechsel auf eine Bilanz von 3:1. Mit Siegen gegen Braunschweig, Vechta und Hamburg zeigte Lazar Spasić, dass er die richtigen Veränderungen vorgenommen hat. Alle drei Erfolge waren enorm wichtig, um sich aus der unteren Tabellenregion ein Stück weit nach oben zu arbeiten.

    Keys to win

    Alba Berlin gehört ligaweit zu den besten Teams, wenn es darum geht, Turnover bei den Gegnern zu erzwingen. Die Mannschaft von Pedro Calles kommt auf 15,3 erzwungene Ballverluste pro Spiel und liegt damit auf Platz 4.

    Ein Grund dafür ist die aggressive Berliner Verteidigung, die bereits direkt an der Grundline des Gegners beginnt. Besonders Jonas Mattisseck und Malte Delow sind dafür bekannt, ihre Gegenspieler auch über das ganze Feld unter Druck zu setzen. Für Oldenburg wird es entscheidend sein, dass Chris Clemons den Ball kontrolliert über die Mittellinie bringt und dem permanenten Druck über das gesamte Spiel standhält.

    Ein weiteres oft angewendetes Mittel der Teams, die von Pedro Calles gecoacht werden, ist das harte Hedging in der Verteidigung beim Pick-and-Roll. Dabei wird der aufbauende Spieler sowohl vom Center als auch vom Guard doppelt bedrängt, um ihn zu Ballverlusten oder schlechten Entscheidungen zu zwingen. Dieses Vorgehen kann sehr effektiv sein, birgt jedoch die Gefahr, dass der freistehende Mitspieler gefunden wird und zu einem offenen Wurf kommt.

    Die Baskets spielen vergleichsweise selten Pick-and-Roll. Gegen Berlin könnte es jedoch interessant werden, dieses Mittel gezielt einzusetzen, um durch anschließende schnelle Ballbewegung freie Würfe zu kreieren.

    In der eigenen Defensive wird es entscheidend sein, die Ballbewegung der Berliner zu stoppen. Mit 20,6 Assists pro Spiel und einer Assist-Rate von 67,7 %, was ligaweit Platz 1 bedeutet, sind die Berliner besonders gefährlich, wenn der Ball gut läuft. Spannend wird sein, mit welcher Verteidigungsstrategie die Mannschaft von Lazar Spasić genau dieses stoppen will.

    Außerdem versucht Berlin nach eigenen Ballgewinnen oder Defensivrebounds schnell Fastbreak-Punkte zu generieren. Diese schnelle Transition gilt es für die Oldenburger zu unterbinden, um einfache Punkte zu verhindern.

    Ausblick

    Der Sonntag bietet nicht nur ein spannendes Basketballspiel: Mit der Rückkehr von Norris Agbakoko in die EWE Arena steht den Fans zudem ein emotionaler Moment bevor. Ebenso interessant wird sein, wie Lazar Spasić seine Mannschaft einstellen wird, um das wichtige Spiel gegen Berlin erfolgreich zu gestalten.

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    Am 17. Dezember wurde im Format „Frage der Woche“ den EWE Baskets Spielern die Frage gestellt: „Was steht denn auf deiner Wunschliste ganz oben?“
    Seth Hinrichs antwortete darauf: „A win on the 21st, a win on the 27th and a win on the 29th – yeah, three wishes.“
    Die ersten beiden Wünsche gingen bereits in Erfüllung. Gestern folgte dann ein hart erkämpfter und am Ende doch deutlicher Sieg gegen Rasta Vechta im Rasta Dome. Damit erfüllte sich für Seth Hinrichs auch sein dritter Wunsch.

    Das Spiel

    Es war ein hart umkämpftes Spiel, in dem es besonders in der ersten Hälfte viele Führungswechsel gab und sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Zur Halbzeit führten die EWE Baskets Oldenburg knapp mit 45:43. Mitte des dritten Viertels konnte sich Rasta Vechta zwar einen neun Punkte Vorsprung erspielen, doch die Oldenburger ließen sich nicht abschütteln. Mit einem starken Schlussviertel, das sie mit 34:16 gewannen, entschieden sie die Partie schließlich deutlich mit 96:79 für sich.

    Ein starkes viertes Viertel

    Am Ende war es das vierte Viertel, das den Sieg gegen Vechta sicherte. In diesem Abschnitt passte nahezu alles. Die EWE Baskets trafen im vierten Viertel acht von acht Dreiern. Zudem setzte ein 12:0-Lauf bei einem Spielstand von 79:76 aus Oldenburger Sicht gut fünf Minuten vor Schluss den entscheidenden Impuls und sorgte letztlich für das deutliche Endergebnis.

    Über weite Strecken der Partie bekam Oldenburg Alonzo Verge Jr. defensiv nicht in den Griff. Im ersten Viertel war es unter anderem Chris Clemons, der die Drives von Verge Jr. zum Korb nicht stoppen konnte. Auch Dakarai Tucker hatte eine bezeichnende Szene, in der er versuchte, Verge Jr. über das gesamte Feld aufzunehmen, dem explosiven Antritt des Guards jedoch nicht folgen konnte und ein And-One kassierte.

    Im Schlussviertel änderte sich das Bild. Brian Fobbs übernahm die Verteidigung gegen Verge Jr., nahm ihn erst knapp hinter der Dreierlinie auf und versuchte konsequent, den Drive zu unterbinden. Zudem kam Michale Kyser mehrfach zur Hilfe, um Abschlüsse am Korb zu erschweren. Zwar traf Verge Jr. im letzten Viertel zwei seiner fünf Abschlüsse, dabei handelte es sich jedoch ausschließlich um sehr schwierige Würfe.

    Seth Hinrichs

    Mit dem Seitenwechsel kassierten die Oldenburger einen 0:10-Lauf und gerieten mit 45:53 ins Hintertreffen. Auch wenige Minuten später lag Rasta Vechta noch mit 56:49 vorne. In dieser Phase traf Seth Hinrichs einen wichtigen Dreier mit Ablauf der Shot Clock. Kurz darauf war es erneut Hinrichs, der nach einem vergebenen Korbleger den Offensivrebound sicherte und auf 56:54 verkürzte.

    In einer Phase, in der offensiv wenig zusammenlief, hielt er Oldenburg mit diesen beiden Aktionen im Spiel. Auch beim anschließenden Ausgleich durch Filip Stanic ballte der Co-Kapitän die Faust – nur eine von vielen Szenen, in denen er seine Mitspieler antrieb und motivierte.

    Am Ende steuerte Hinrichs sieben Punkte, sechs Rebounds und zwei Assists zum Sieg bei und hatte damit großen Anteil am Erfolg. Gleichzeitig erfüllte er sich seinen dritten „Weihnachtswunsch“: den Sieg am 29. Dezember.

    Ausblick

    Nach dem Jahreswechsel wartet direkt ein echtes Highlight. Am 4. Januar geht es zuhause gegen Alba Berlin und dieses Spiel hat gleich aus mehreren Gründen eine besondere Geschichte.

    Zum einen kehrt Pedro Calles erneut in die EWE Arena zurück. Nach der Trennung stand er hier bereits einmal an der Seitenlinie, damals noch als Assistant Coach von Alba Berlin. Am kommenden Sonntag wird er jedoch erstmals als Headcoach von Alba Berlin zurück nach Oldenburg kommen.

    Dazu gibt es ein großes Wiedersehen mit Norris Agbakoko. Zum ersten Mal wird er in der EWE Arena auflaufen, ohne das Trikot der EWE Baskets zu tragen – ein ungewohntes Bild, das sicher für den einen oder anderen besonderen Moment sorgen wird.

    Der ausführliche Vorbericht folgt in den nächsten Tagen. Bis dahin wünsche ich euch allen erstmal einen guten Start ins Jahr 2026.

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    Am Montag, den 29. Dezember, steht das letzte von drei Auswärtsspielen und zugleich die letzte Partie des Jahres an. Um 20 Uhr treten die Oldenburger im Rasta Dome gegen Rasta Vechta an – mit dem Ziel, einen gelungenen Jahresabschluss zu feiern.

    Ausgangslage

    Seit dem letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams im Pokal hat sich auf beiden Seiten einiges getan. Bei den EWE Baskets Oldenburg steht mit Lazar Spasić inzwischen ein neuer Headcoach an der Seitenlinie. In seinen ersten drei Partien feierte er bereits zwei Siege, lediglich gegen den FC Bayern München Basketball musste sich sein Team geschlagen geben. Mit zuletzt zwei Auswärtserfolgen in Folge führte Spasić die Oldenburger zurück in die Erfolgsspur, sodass sie mit spürbarem Rückenwind in das nächste lokale Derby gegen Rasta Vechta gehen.

    Auch bei Rasta Vechta hat sich personell etwas verändert. Mit Tibor Pleiß verpflichteten die Vechtaer einen namhaften Neuzugang. Der 109-fache deutsche Nationalspieler und zweifache EuroLeague-Champion verletzte sich jedoch im Spiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg und stand zuletzt nicht zur Verfügung. Beim Auswärtsspiel in Braunschweig fehlte Pleiß damit ebenso wie Tommy Kuhse, Lloyd Pandi und Malcolm Dandridge verletzungsbedingt. Zusätzlich war Guard Alonzo Verge Jr. angeschlagen. Entsprechend bleibt offen, in welcher Besetzung Rasta Vechta im Derby gegen Oldenburg antreten kann.

    Sportlich blickt Vechta auf eine durchwachsene Phase seit dem Pokalaus gegen Oldenburg zurück. Drei Siege aus den vergangenen fünf Spielen stehen zu Buche, am letzten Spieltag folgte jedoch ein herber Rückschlag. Gegen die Basketball Löwen Braunschweig unterlag Rasta mit 77:98 deutlich einem direkten Tabellennachbarn.

    Für Rasta Vechta geht es damit nicht nur um die Revanche für das Pokal-Aus gegen Oldenburg, sondern auch darum, die klare Niederlage vom Samstag möglichst schnell vergessen zu machen.

    Keys to win

    Der Schlüssel zum Erfolg wird auch in Vechta erneut in der Defensive liegen. Vor allem werden die beiden Topscorer Verge und Tevin Brown die Oldenburger Verteidigung vor große Herausforderungen stellen. Ziel muss es sein, das Spiel der Vechtaer früh zu stören und einfache Abschlüsse am Korb konsequent zu verhindern. Besonders wichtig wird dabei die Kontrolle der Drives, insbesondere von Verge.

    Zusätzlich richtet sich der Fokus klar auf Brown, der sich in den vergangenen Wochen in herausragender Form präsentiert. Mit durchschnittlich 26,8 Punkten in den letzten vier Partien ist er der gefährlichste Offensivspieler von Rasta. Seine Leistungen sprechen für sich: 30 Punkte gegen Ludwigsburg und sogar 46 Zähler gegen Hamburg. Besonders von der Dreierlinie ist Vorsicht geboten, da Brown im Schnitt rund acht Würfe pro Spiel nimmt und dabei starke 40,8 Prozent trifft. Freie Würfe von außen gilt es daher unbedingt zu vermeiden.

    Ausblick

    Am Montag steht ein spannendes Derby zwischen Vechta und Oldenburg an, in dem die EWE Baskets ihren Aufwärtstrend bestätigen wollen. Zudem wird mit Spannung erwartet, wie sich die Mannschaft unter dem neuen Headcoach Spasić weiterentwickelt.

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    Foto: Dennis Fischer

    Im gestrigen Spiel gegen die Hamburg Towers erwischten die Oldenburger einen sehr starken Start ins erste Viertel und lagen nach gut sechs Minuten bereits zweistellig in Führung. Besonders hervorzuheben ist dabei Nicho Tischler, der mit viel Energie und starkem Scoring überzeugte. Er erzielte sieben Punkte bei einer perfekten Wurfquote aus dem Feld.

    Anschließend kamen jedoch die Hamburg Towers besser ins Spiel und hatten ihre beste Phase der Partie. Angeführt von Ross Williams, der von der Bank kam und in nur sechs Minuten acht Punkte erzielte, verkürzten sie den Rückstand deutlich.

    Auch der Beginn des zweiten Viertels gehörte zunächst den Hamburg Towers, die nach etwas mehr als drei Minuten erstmals in Führung gingen und viertelübergreifend einen 7:2-Lauf hinlegten. Diese hielt jedoch nicht lange, denn die Baskets übernahmen wieder die Kontrolle über das Spiel und beendeten die erste Halbzeit mit einer 40:34-Führung. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die starke Dreierquote von 44 Prozent bei 18 Versuchen sowie eine gute Defensivleistung, durch die die Oldenburger die Towers bei lediglich 34 Punkten hielten.

    In der zweiten Halbzeit änderte sich das Spielbild nicht mehr. Die Oldenburger trafen weiterhin stark von außen und verwandelten 14 ihrer 33 Dreipunktwürfe. Auch defensiv präsentierten sie sich konstant auf hohem Niveau: Mit häufigen Switches in der Verteidigung unterbanden sie erfolgreich die Drives der Hamburger zum Korb.

    Da den Towers zudem der Rhythmus von außen fehlte und sie lediglich 23 Prozent ihrer Würfe von jenseits der Dreierlinie trafen, kamen sie insgesamt nur auf 69 Punkte. Entsprechend gewannen die Baskets am Ende verdient mit 94:69.

    Erwähnenswert ist außerdem, dass Ralph Hounnou und Colin Schroeder in der Schlussphase noch Einsatzminuten erhielten. Honnou nutzte diese sogar für fünf Punkte.

    Chris Clemons und Nicho Tischler

    Foto: Dennis Fischer

    Beide Spieler sind in dieser Partie besonders hervorzuheben. Zwar fand Chris Clemons an diesem Abend nicht konstant seinen Wurfrhythmus und kam auf 4 von 10 Treffern aus dem Feld, dennoch überzeugte er mit seiner Weiterentwicklung im Spielaufbau. Unter Cheftrainer Lazar Spasić hat er seine Qualitäten als Ballverteiler deutlich verbessert und steuerte in diesem Spiel sieben Assists bei. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich Clemons in dieser Rolle in den kommenden Partien weiterentwickeln wird.

    Nicho Tischler avancierte zum Topscorer der Begegnung und traf dabei starke 73 Prozent seiner Würfe aus dem Feld. Darüber hinaus sammelte er vier Steals und beeindruckte erneut mit enormer Energie und Einsatzbereitschaft. Besonders in der Defensive sowie bei seinen aggressiven Zügen zum Korb setzte er immer wieder Akzente. Es macht großen Spaß, ihm beim Spielen zuzuschauen.

    Nach der Partie sagte Tischler in einem kurzen Interview, dass die Mannschaft den Umbruch nach den schwierigen vergangenen Wochen nun zunehmend bewältigt habe. Vor allem in der Verteidigung sei mit deutlich mehr Intensität gearbeitet worden. Anstatt häufig zu hedgen, habe man vermehrt geswitcht und flach verteidigt, um das Ballmovement des Gegners besser zu unterbinden.

    Ausblick

    Viel Zeit zur Erholung bleibt nicht: Bereits am Montag, den 29. Dezember, bestreiten die Baskets in Vechta das letzte von drei Auswärtsspielen. Ein Vorbericht folgt.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Samstag, den 27. Dezember, steht für die EWE Baskets das nächste wichtige Auswärtsspiel an. Gegner sind die Hamburg Towers, Tip-off ist um 16:30 Uhr in der Inselpark Arena im Stadtteil Wilhelmsburg. Dabei treffen die Oldenburger auf drei ehemalige Spieler: Jan-Niklas Wimberg, Kenneth Ogbe und Martin Breunig.

    Ausgangslage

    Beide Teams konnten am vergangenen Sonntag wichtige Siege einfahren. Während die EWE Baskets einen deutlichen 93:68-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten Basketball Löwen Braunschweig feierten, setzten sich die Hamburg Towers ebenfalls gegen einen unmittelbaren Rivalen durch und besiegten die MHP Academics Heidelberg mit 111:108 nach Verlängerung.

    Für Hamburg war es der zweite Sieg in Folge in der easyCredit BBL nach zuvor acht Niederlagen am Stück. Die Oldenburger beendeten mit dem Erfolg gegen Braunschweig eine Serie von fünf Niederlagen in Folge. Entsprechend eng ist die Tabellensituation: Die EWE Baskets gehen mit einer Bilanz von 2:9 in die Partie, während die Hamburg Towers bei 2:8 stehen.

    Hamburg Towers

    Das Offensivspiel der Hamburg Towers ist stark auf den Drive in die Zone ausgelegt. Dort kommen die Hamburger im Schnitt auf 29,3 Abschlüsse pro Spiel und treffen diese mit einer hohen Quote von 63,5 Prozent. Zudem ziehen die Towers in der Zone häufig Fouls und sind mit durchschnittlich 27 Freiwurfversuchen pro Partie das Team mit den meisten Trips an die Linie in der Liga. Diese verwandeln sie mit einer Quote von 74,1 Prozent.

    Ein wesentlicher Faktor für den Aufschwung der Towers in den vergangenen Spielen ist Leonard Thorpe Jr., der dabei besonders im Fokus steht. In den letzten drei Partien erzielte er im Schnitt 22,0 Punkte bei einer starken Trefferquote von 71,9 Prozent aus dem Feld. Zudem ging er in diesem Zeitraum durchschnittlich neunmal pro Spiel an die Freiwurflinie.

    Ein Vergleich mit seinen Leistungen aus den ersten sieben Saisonspielen unterstreicht diese Entwicklung deutlich: Dort kam Thorpe Jr. lediglich auf 7,4 Punkte im Schnitt, traf nur 34,7 Prozent seiner Würfe aus dem Feld und stand durchschnittlich nur 2,4-mal pro Spiel an der Freiwurflinie.

    Ein Grund für die Leistungssteigerung könnte die Verpflichtung von Ross Williams sein, der dem Spiel auf der Point-Guard-Position eine neue und verbesserte Struktur verleiht. Williams steht seit drei Spielen für die Towers auf dem Feld und erzielt dabei starke 15 Punkte pro Partie. Dadurch ist das Team auf den Guard-Positionen deutlich stärker und variabler geworden, wovon auch Thorpe profitiert. Seit seiner Verpflichtung konnten die Towers zwei der drei BBL-Spiele gewinnen; die einzige Niederlage erfolgte erst knapp nach Verlängerung in Vechta.

    Auch der nachverpflichtete Martin Breunig ist ein wichtiger Faktor für den Aufschwung der Hamburg Towers. In seinen bisher fünf Einsätzen kommt er im Schnitt auf 8,2 Punkte und 4,8 Rebounds pro Spiel. Besonders in den letzten drei Partien konnte er sich bei den Offensiv-Rebounds steigern und sammelte hier durchschnittlich 2,7 pro Spiel.

    Keys to win

    Ein nahezu perfektes Spiel zeigten die EWE Baskets am letzten Spieltag, dennoch fielen zwei Punkte negativ auf. Mit 18 Turnovern leistete man sich zu viele Ballverluste. In Hamburg muss daher deutlich besser auf den Ball aufgepasst werden, zudem ist die Freiwurfquote ausbaufähig. In Braunschweig trafen die Oldenburger lediglich 14 von 24 Freiwürfen, was einer Quote von nur 58,3 Prozent entspricht.

    Entscheidend wird es außerdem sein, den Hamburgern den Drive zum Korb zu nehmen und – wie bereits gegen Braunschweig – die Zone konsequent zu verteidigen. Dies muss jedoch gelingen, ohne unnötige Fouls zu begehen, denn in den letzten drei Spielen kamen die Hamburger im Schnitt auf 36 Freiwürfe. Beim Auswärtssieg in Heidelberg waren es sogar 44 Versuche von der Linie. Besonders gilt es dabei, den bereits erwähnten Thorpe Jr. unter Kontrolle zu bekommen.

    Ausblick

    Für beide Mannschaften steht kurz nach Weihnachten ein enorm wichtiges Spiel an. Ein Sieg wäre für beide Teams von großer Bedeutung, um den positiven Trend fortzusetzen und zugleich einen wichtigen Schritt raus aus den unteren Tabellenregionen zu machen.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Sonntag feierten die EWE Baskets Oldenburg mit dem 93:68 bei den Basketball Löwen Braunschweig endlich ihren ersten Auswärtssieg in der easyCredit Basketball Bundesliga und zugleich den ersten Erfolg unter dem neuen Headcoach Lazar Spasić.

    Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel übernahmen die Oldenburger zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Vor allem im zweiten Abschnitt überzeugte das Team mit einer starken Defensive und setzte sich deutlich ab. Zur Halbzeit führten die Gäste bereits mit 46:29, während Braunschweig kaum Mittel gegen die Dominanz der Oldenburger fand. Auch nach der Pause ließ Oldenburg nicht nach, baute den Vorsprung kontinuierlich aus und sorgte früh für die Vorentscheidung.

    Schlüssel zum Auswärtssieg

    Die Oldenburger entschieden das Rebound-Duell klar mit 40:26 für sich. Filip Stanic überzeugte dabei mit 7 Rebounds, davon 3 am offensiven Brett, während Brian Fobbs auf 6 Rebounds kam. Insgesamt sicherten sich die EWE Baskets 14 von 33 möglichen Offensiv-Rebounds und erspielten sich so zahlreiche zweite Chancen.

    Zudem verteidigte Oldenburg die Zone sehr konsequent, wodurch insbesondere Spieler wie Barra Njie oder David N’Guessan große Probleme hatten, zum Korb zu kommen. Dies gelang vor allem durch häufige Switches in der Defensive, mit denen die Drives zum Korb effektiv unterbunden wurden.

    Besonders hervorzuheben ist die Defensive im zweiten Viertel: In diesem Abschnitt ließen die EWE Baskets lediglich 10 Punkte zu und legten damit den Grundstein für den späteren Sieg. Neben der starken Reboundarbeit und der kompakten Verteidigung der Zone war auch die Dreierquote entscheidend. Von außen traf Oldenburg 13 Würfe bei einer starken Quote von 43,3 %.

    Die Mannschaft

    Dieser Sieg war eine geschlossene Teamleistung. Die Oldenburger überzeugten mit vielen guten defensiven Aktionen und erspielten sich offensiv immer wieder freie Würfe. Einige wichtige Statistiken einzelner Spieler im Überblick:

    Seth Hinrichs steuerte 6 Rebounds und 3 Steals bei. Nicholas Tischler wurde mit 19 Punkten Topscorer der Partie, traf dabei starke 85,7 % aus dem Zweipunktebereich (6 von 7 Versuchen) und sammelte zusätzlich 5 Rebounds. Brian Fobbs erzielte 17 Punkte und verwandelte 3 von 4 Dreiern, während Dakarai Tucker 4 von 7 Würfen von jenseits der Linie traf. Außerdem hatte Chris Clemons mit einem +/- Wert von +23 die beste Plus-Minus-Bilanz des Teams.

    Erfreulich war zudem der Einsatz von Ralph Hounnou, der 5 Spielminuten erhielt. Er hatte einige Würfe, die er zwar noch nicht verwandeln konnte, dennoch ist seine Einsatzzeit ein positives Zeichen.

    Ausblick

    Die Auswärtsreise geht am 27. Dezember weiter. Am kommenden Samstag sind die EWE Baskets Oldenburg in der Inselpark Arena bei den Hamburg Towers zu Gast. Ein Vorbericht folgt hier in Kürze. Bis dahin wünsche ich schöne und besinnliche Feiertage.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Sonntag um 16:30 Uhr kommt es in der Volkswagen Halle Braunschweig zu einem richtungsweisenden Duell gegen die Basketball Löwen Braunschweig. Ein Erfolg wäre enorm wichtig – nicht nur, um mit Rückenwind zu den anschließenden Auswärtsspielen in Hamburg und Vechta zu reisen, sondern auch, um einen kleinen ersten Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen.

    Die Ausgangslage

    Blickt man auf die Statistiken der beiden Teams aus den bisher zehn absolvierten Spielen, zeigen sich große Ähnlichkeiten. Im Offensivrating liegen die EWE Baskets Oldenburg mit 107,6 nur minimal hinter den Braunschweigern (107,7). Auch im Defensivrating gibt es lediglich geringe Unterschiede: Mit 117,3 weisen die Basketball Löwen Braunschweig das zweitschlechteste Defensivrating der Liga auf, Oldenburg folgt mit 116,9 nur knapp dahinter.

    Auch beim Rebounding zählen beide Mannschaften nicht zu den stärksten. Mit durchschnittlich 32,0 Rebounds pro Spiel holen die Oldenburger 2,8 Rebounds weniger als Braunschweig und belegen damit den letzten Platz. Beide Teams sichern sich im Schnitt rund vier Rebounds weniger als ihre Gegner.

    Trotz der sehr ähnlichen statistischen Werte steht Braunschweig in der Liga mit drei Siegen und neun Niederlagen auf dem 15. Tabellenplatz, während Oldenburg mit nur einem Sieg aus zehn Spielen das Tabellenende belegt.

    Die Basketball Löwen Braunschweig

    Mit David N’Guessan verfügen die Basketball Löwen Braunschweig über einen starken Center in ihren Reihen. Er erzielt im Schnitt 12,3 Punkte pro Spiel und trifft dabei 64,3 Prozent seiner Zwei-Punkte-Würfe bei durchschnittlich 5,6 Abschlüssen. Zudem besitzt er einen verlässlichen Dreipunktewurf: Zwar nimmt er mit 1,2 Versuchen pro Spiel nur wenige Dreier, diese verwandelt er jedoch äußerst effektiv mit einer Quote von 58,3 Prozent. Beim Rebounding steuert N’Guessan durchschnittlich 5,9 Rebounds bei, davon starke 2,4 am offensiven Brett.

    Für den Spielaufbau sorgt der schwedische Nationalspieler Barra Njie. Er kommt im Schnitt auf 5,1 Assists pro Spiel bei 2,4 Turnovern und erzielt durchschnittlich 11,4 Punkte. Diese resultieren überwiegend aus Abschlüssen aus dem Zweipunktebereich oder aus Drives zum Korb, denn seine Schwäche liegt im Distanzwurf: Den Dreipunktewurf trifft Njie bei 2,5 Versuchen pro Spiel nur mit einer Quote von 24 Prozent.

    Die Defensive

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Betrachtet man die Wurfquoten der Gegner in den verschiedenen Zonen, fällt auf, dass insbesondere die Dreier aus der Ecke sehr hochprozentig gegen Oldenburg getroffen werden. Während die Gegner aus der linken Ecke 33 Prozent treffen, sind es aus der rechten Ecke sogar 56 Prozent – ein Bereich, in dem viele Punkte zugelassen werden.

    Am größten ist der Schaden jedoch in der Zone. Dort erzielen die Gegner gegen Oldenburg Trefferquoten von 62 Prozent – der höchste Wert bei gleichzeitig auch dem größten Volumen. Ein Grund dafür ist unter anderem das mangelhafte Defensivrebounding: Häufig werden Offensivrebounds abgegeben, aus denen einfache Punkte entstehen.

    Gegen Braunschweig wird es daher entscheidend sein, die Zone konsequent zu schließen und den Defensivrebound zu sichern. Denn wie bereits beschrieben wartet mit David N’Guessan ein sehr starker Spieler am offensiven Brett auf die EWE Baskets. Ihn zu kontrollieren wird eine der zentralen Aufgaben sein. Zudem wird interessant zu beobachten sein, wie die defensiven Rotationen im zweiten Spiel unter Lazar Spasić greifen, um insbesondere die offenen Eckendreier besser zu verteidigen.

    Ausblick

    Am Sonntag wartet auf die EWE Baskets eine schwere und zugleich richtungsweisende Aufgabe, um den Turnaround in dieser Saison zu schaffen. Um das Spiel in Braunschweig erfolgreich zu gestalten, wird eine deutliche Steigerung in der Defensive notwendig sein.

    Auch offensiv dürfte es spannend werden zu beobachten, wie sich die Mannschaft im zweiten Spiel unter Lazar Spasić weiterentwickelt hat und ob in der Vorbereitungszeit neue Systeme einstudiert wurden, die nun zum Tragen kommen.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Trotz der 79:87-Niederlage gegen den amtierenden deutschen Meister FC Bayern Basketball hinterließ das Team von Lazar Spasić bei seinem Debüt als Headcoach einen besseren Eindruck als in den Wochen zuvor.

    Die Münchener erwischten den besseren Start und gingen dank sicherer Distanzwürfe früh in Führung. Oldenburg tat sich offensiv zunächst schwer, steigerte sich im zweiten Viertel jedoch deutlich und hielt die Partie offen. Trotz eines zwischenzeitlichen Bayern-Laufs blieben die EWE Baskets nach einer Auszeit in Schlagdistanz und gingen mit einem 37:41-Rückstand in die Halbzeitpause.

    Einen Einbruch nach der Pause, wie er in den Spielen gegen Bamberg oder Würzburg noch zu beobachten war, gab es diesmal nicht. Stattdessen präsentierten sich die Oldenburger offensiv stark und gingen nach gut vier Minuten in der zweiten Halbzeit mit 53:52 sogar in Führung.

    Bayern-Coach Gordon Herbert reagierte umgehend mit einer Auszeit, aus der die Münchener mit einem 9:0-Lauf zurückkamen und das Spiel erneut an sich rissen. Diesen Vorsprung brachten sie in der Folge souverän bis zur Schlusssirene.

    Am Ende wiesen die Oldenburger zwar die bessere Field-Goal-Quote auf, hatten aufgrund des verlorenen Reboundduells jedoch sechs Wurfversuche weniger. Zudem gingen die Münchener mit 21 Freiwürfen zehnmal mehr an die Freiwurflinie als die Gastgeber.

    Rebounds

    Das Reboundduell ging deutlich an den FC Bayern Basketball (36:22). Allein Justus Hollatz sammelte als Guard acht Rebounds und damit doppelt so viele wie die Oldenburger Center Filip Stanic und Michale Kyser zusammen. Vor allem am offensiven Brett waren die Bayern klar überlegen und sicherten sich 14 Offensivrebounds, während die Baskets lediglich vier zweite Chancen verbuchten.

    Lazar Spasić

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    Nach nur einem Spiel lässt sich noch wenig über den Coachingstil oder konkrete Spielzüge sagen. Dennoch wirkt es, als habe Spasić eine klare Idee – das zeigte sich unter anderem in den Auszeiten, in denen deutlich kommuniziert wurde, welche Aktionen als Nächstes gespielt und wie defensiv agiert werden soll.

    Im Halbzeitinterview sprach er offen die Bereiche an, in denen sich das Team verbessern muss. Besonders betonte er die Kommunikation in Offensive und Defensive. In der Verteidigung sei eine bessere Abstimmung entscheidend für zukünftige Ergebnisse, in der Offensive müssten effektivere Screens gesetzt und der Ball besser bewegt werden. Auf die Frage nach der Vorbereitung auf den FC Bayern erklärte er, dass der Fokus derzeit auf der eigenen Entwicklung liege und zunächst die Basics einstudiert würden.

    Auch nach dem Spiel analysierte er die Niederlage ehrlich, benannte die Gründe klar und betonte, dass sich die Mannschaft Schritt für Schritt steigern müsse. Zudem machte er deutlich, dass man sich der Tabellensituation bewusst sei.

    Insgesamt vermittelt Spasić den Eindruck, einen klaren Plan für die Weiterentwicklung der Mannschaft und die Umsetzung seiner Spielidee zu haben.

    Ausblick

    Es wird noch ein schwerer Dezember, in dem drei richtungsweisende Auswärtsspiele gegen die Löwen Braunschweig, die Hamburg Towers und Rasta Vechta anstehen. Bereits am kommenden Sonntag geht es gegen Braunschweig in das erste dieser Duelle – mit dem Ziel, einen wichtigen Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen. Ein ausführlicher Vorbericht folgt hier.

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    Am Sonntag, den 14.12., wartet zum letzten Heimspiel des Jahres 2025 ein echter Kracher: Die EWE Baskets treffen auf den FC Bayern München Basketball. Gleichzeitig feiert Lazar Spasić sein Debüt als Headcoach an der Seitenlinie, nachdem er am vergangenen Sonntag das Amt von Pedrag Krunić übernommen hat. Mehr über Lazar Spasić im folgenden Artikel: https://tobiaskaper.de/2025/12/10/lazar-spasic-ubernimmt-als-headcoach/

    FC Bayern München Basketball

    Spannend wird die Frage sein, mit welcher Mannschaft die Münchener am Sonntag überhaupt in Oldenburg auflaufen. Denn schon am Freitag, dem 12. Dezember, wartet ein schweres EuroLeague-Auswärtsspiel in Dubai. Gut möglich also, dass Bayern nicht in Bestbesetzung anreist. Zumal am 17. und 19. Dezember direkt die nächsten EuroLeague-Reisestrapazen anstehen.

    Sollten die Münchener allerdings in Bestbesetzung nach Oldenburg kommen, bringt der FC Bayern gleich fünf Europameister mit: Justus Hollatz, Andreas Obst, Johannes Voigtmann, Oscar da Silva und Leon Kratzer holten im September den EM-Titel in einem packenden Finale gegen die Türkei.
    Außerdem haben die Bayern vor Kurzem auch noch Ex-NBA-Guard Spencer Dinwiddie verpflichtet – einen Spieler mit 621 NBA-Einsätzen, der 2020/21 mit den Dallas Mavericks sogar in die Western Conference Finals eingezogen ist.

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    Ausblick

    Mit dem FC Bayern München Basketball hat Lazar Spasić für sein Debüt als Headcoach kein einfaches Team vor sich. Gleichzeitig birgt die Partie einen Vorteil: Kaum jemand erwartet einen Sieg, sodass das Team frei aufspielen kann. Das Spiel wird außerdem zeigen, ob man bereits die Handschrift von Spasić erkennen kann und wie das In-Game-Coaching unter dem neuen Coach funktioniert. Ein spannender Sonntag steht also bevor: In der EWE Arena kann man nicht nur den deutschen Meister erleben, sondern auch sehen, wie sich die EWE Baskets unter ihrem neuen Trainer schlagen.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Seit Sonntagabend steht fest: Lazar Spasić wird neuer Headcoach der EWE Baskets Oldenburg und übernimmt damit nach neun Ligaspielen die Position von Predrag Krunić.

    Die Trainerkarriere des Serben begann bereits in der Saison 2014/15, als er im Alter von nur 22 Jahren als Assistant Coach bei Mladost Zemun BC in der zweiten serbischen Liga einstieg. Während seiner Zeit als Assistent gelang dem Klub der Aufstieg in die KLS, die höchste serbische Spielklasse. Nach etwas mehr als zwei Jahren wurde Spasić zum Headcoach befördert – und avancierte damit mit nur 24 Jahren zum jüngsten Cheftrainer der gesamten Liga.

    Von Mai bis Dezember im Jahr 2017 legte Spasić eine berufliche Auszeit ein, um wertvolle internationale Erfahrungen zu sammeln. Er arbeitete bei der slowenischen Nationalmannschaft während der EuroBasket sowie bei renommierten Organisationen wie der University of North Carolina, St. John’s, den New York Knicks und den Chicago Bulls. Diese Stationen gaben ihm tiefe Einblicke in unterschiedliche Basketballkulturen, die Zusammenarbeit mit Top-Trainern und -Spielern und halfen ihm, seinen eigenen Coaching-Stil nachhaltig zu schärfen.

    Im Jahr 2021 führte er Zdravlje Leskovac, das mit einem kleinen Budget antrat, dennoch zum Aufstieg in die erste serbische Liga. Durch diesen Erfolg wurde er zudem zum jüngsten Trainer, der jemals die Meisterschaft der serbischen zweiten Liga gewonnen hat.

    Auch in der vergangenen Saison setzte Spasić seine Erfolgsgeschichte fort: Mit KK Vršac Swisslion, ebenfalls einem Team mit sehr begrenztem Etat, wurde er Meister. Seine Mannschaft erreichte beeindruckende 25 Siege bei nur 5 Niederlagen, erzielte im Schnitt 86,7 Punkte und ließ durchschnittlich 79,9 Punkte zu.

    In diesem Sommer wagte er den Schritt in eine größere europäische Liga – nach Deutschland zu den EWE Baskets Oldenburg. Seine erste Station außerhalb Serbiens begann er als Assistantcoach.

    Insgesamt zeigt Spasićs Weg eindrucksvoll, dass er immer wieder in der Lage ist, mit limitierten Ressourcen erfolgreiche Teams zu formen. Sein Coaching zeichnet sich durch Pragmatismus, Effizienz und eine klare analytische Ausrichtung aus. Spasić selbst bezeichnet sich als Vertreter eines modernen, datengetriebenen Basketball-Ansatzes – ein Profil, das perfekt zur aktuellen Entwicklung im europäischen Basketball passt.

    Mit seiner Beförderung vom Assistantcoach zum Headcoach der EWE Baskets stellt sich Spasić der nächsten großen Herausforderung in seiner noch jungen Trainerkarriere. Eine leichte Aufgabe wird das nicht, denn Oldenburg steht angesichts der aktuellen Tabellensituation erheblich unter Druck. Doch ein Blick auf seine Vergangenheit zeigt: Die Teams, die er geführt hat, waren meist äußerst erfolgreich. Nun wird sich zeigen, ob er diese Erfolgsformel auch auf die Oldenburger Mannschaft übertragen kann.